meteorcamp 2018 perseiden schwaebische albDer Schachen bei Münsingen-Buttenhausen war auch 2018 wieder das Ziel zahlreicher Sternschnuppen-Beobachter. Auf dem von Till Credner organisierten mehrtägigen Meteorcamp (09.08. bis 13.08.), das in der Zeit der Perseiden-Sternschnuppen stattfindet, wurde auch wieder an einem spannenden "Jugend forscht"-Projekt gearbeitet.

Am 11.8. hatten wir zum öffentlichen Sternschnuppen-Beobachtungsabend eingeladen, bei prachtvollem Sommerwetter (übrigens genau 19 Jahre nach der totalen Sonnenfinsternis über Süddeutschland, die damals leider vielerorts verregnet war). Etwa 30 Besucher kamen auf die nach Süden ausgerichtete Wiese des VCP-Zeltplatzes und brachten Stühle, Liegebänke und Decken mit, für einen gemütlichen Sternschnuppen-Abend. Viele Teleskope waren aufgebaut, von einem über 100 Jahre alten Refraktor bis hin zu einem großen Dobson-Spiegelteleskop, und zahlreiche Fotoapparate richteten ihre Objektive in den Himmel. Till Credner begrüßte die Gäste auf dem Meteorcamp und stand zusammen mit anderen Hobbyastronomen den ganzen Abend für Erläuterungen und Fragen zur Verfügung.

Nachdem die Sonne untergegangen war, zeigten sich zunächst einige Planeten am dunkler werdenden Nachhimmel. Zuerst war die Venus zu erkennen, als heller Punkt am Westhimmel. Im Teleskop war auch gut deren Phase zu sehen. Jupiter zeigte sich mit seinen Streifen und einigen seiner Monde, als kleine Punkte rings um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Der Saturn faszinierte die Beobachter mit seinem Ringsystem, dessen Unterteilung gut zu erkennen war. Später war auch der Mars als rote Scheibe zu beobachten. Nach dieser Planeten-Parade wurden auch andere Himmelobjekte eingestellt, z.B. der Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules. Später tauchte auch die Andromeda-Galaxie M31 hinter den Bäumen auf.

Die Perseiden jedoch beobachtet man am besten mit freiem Blick in den Sternenhimmel, ganz ohne Teleskop oder Fernglas. Viele der Besucher machten es sich, in Schlafsack oder Decken gepackt, auf den aufgestellten Feldbetten bequem und blickten nach oben, immer auf eine Perseieden-Sternschnuppe wartend. Zahlreiche dieser Meteore rasten als helle Sternschnuppen mit grüner Nachleucht-Spur über den Himmel, begleitet vom Jubel der Besucher, die sie gesehen hatten.

Der Schachen liegt in einer der wenigen Regionen im Land, die noch eine annähernd natürliche Dunkelheit aufweisen, und so war auch wieder gut die Milchstraße zu sehen. Als helles Band zog sie sich durch das Sommerdreieck hindurch, das markante Sternbild aus Vega, Deneb und Atair.

Weit nach Mitternacht gingen die letzten Besucher nach Hause oder zogen sich in ihre Zelte zurück. Till Credner erläuterte noch für ein Fernsehteam, wie wichtig die Vermeidung von Lichtverschmutzung ist und erläuterte die Milchstraße und die Auffindung des Polarsterns, bevor auch er nach zwei langen Beobachtungsnächten im Zelt verschwand, um dann auch für die dritte Perseiden-Beobachtungsnacht fit zu sein.

 

Hier ein paar Impressionen aus 2018

 

 

Hier das Video dazu

Link: youtube.com/L5Wwr4X_Dq4

 

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