suedtirol02Vor kurzem sind in Südtirol die "Richtlinien zur Einschränkung der Lichtverschmutzung und zur Energieeinsparung" in Kraft getreten. Der für Umwelt zuständige Landrat Florian Mussner hat die Bürgermeister auf die Bestimmungen hingewiesen und sagt: "Wir wollen mit diesen Vorgaben eine unnötige und umweltschädigende Beleuchtung des Nachthimmels vermeiden und Energie einsparen." Die Kriterien wurden von der Europäischen Kommission überprüft und nachdem das Notifizierungsverfahren abgeschlossen worden ist, wurden die Kriterien mit der Veröffentlichung im Amtsblatt am 31. Juli 2012 rechtskräftig. Die Vorgaben regeln den Bau neuer Anlagen, zielen aber auch auf die stufenweise Anpassung bestehender Außenbeleuchtung. Nun wurden Informationen und Dokumente zur Erstellung eines Lichtplans veröffentlicht.

Das Vorgehen in Südtirol kann auch Vorbild für Beleuchtungsrichtlinien in Deutschland sein. Das Thema Vermeidung von Lichtverschmutzung ist in Baden-Württemberg sogar im grün-roten Koalitionsvertrag aufgeführt auf S. 38. Die Landesregierung könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen! Selbst jetzt, ohne eine verbindliche Richtlinie, ist es sinnvoll, die Kriterien zu erfüllen, um jetzt nicht in falsche Technologie zu investieren und später kostenintensiv umrüsten zu müssen.

 

Bild: Pressedienst Südtirol

Das "Projekt Sternenpark Schwäbische Alb" ist eine private und ehrenamtliche Initiative, die sich für umweltgerechte Beleuchtung zum Schutz von Mensch, Natur und Umwelt einsetzt.
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